Die Geschichte der Sportvereinigung Düsseldorf
 

Bereits früh erkannte man die Notwendigkeit der körperlichen Ertüchtigung des Feuerwehrmannes. So hatte das königliche Polizeipräsidium in Berlin schon vor der Jahrhundertwende Übungsordnungen für das Turnen bei der Berufsfeuerwehr herausgegeben.
Sie sollten:
 

mittels einer planmäßigen Durchbildung  des Körpers Kraft und Gesundheit entwickeln, Entschlossenheit, Selbstvertrauen und Mut heben und den Körper gegen Anstrengungen widerstandsfähig machen.
 

Vor dem 1. Weltkrieg wurde bei der Feuerwehr Düsseldorf mit sportlichen Übungen angefangen. Auf den Feuerwachen waren Turngeräte vorhanden und zu Wettkämpfen der Vereine wurden Feuerwehrmänner abgestellt. In der 1914 fertiggestellten Feuerwache Behrenstrasse wurde im Dachgeschoss eine Turnhalle eingebaut.

Nach dem 1. Weltkrieg tat sich zunächst nichts mehr im Sport. Erst im Jahre 1933 nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde wieder Sport betrieben.

Leichtathletische Übungen und Wettkämpfe hatten Vorrang, doch wurde auch fleißig Faustball gespielt. Auf Sportfesten der Polizei war die Feuerwehr stets vertreten.
 

Mit dem Beginn des 2. Weltkrieges nahm die sportliche Entwicklung ein jähes Ende. Auch in der Nachkriegszeit wollten besonders die älteren Kollegen nichts mehr vom Sport bei der Feuerwehr wissen. Das Wort Militarismus war immer schnell zur Hand und ließ aufkeimende Wünsche sofort verstummen.

Im Jahresbericht der der Düsseldorfer Feuerwehr von 1946 stand allerdings dieser bemerkenswerte Satz:
 

„Die Pflege des Sportes muss jedoch für die Zukunft  im Auge behalten werden, da die körperliche Ertüchtigung für die Einsatzbereitschaft des Feuerwehrpersonals, insbesondere für die Arbeit unter schwerem Gasschutzgerät, als unbedingt notwendig zu erachten ist.“
 

Dabei blieb es aber erst einmal. Zwar wurden auf den Höfen der größeren Feuerwachen in der Bereitschaftszeit Faustball und ein wenig Tischtennis gespielt, doch ein geordneter Spielbetrieb war dies nicht.

Besonders emsig im Faustballspielen war die Feuerwache Behrenstrasse. Sie trat in den Jahren 1952 bis 1954  zu Vergleichsspielen gegen Düsseldorfer Vereinsmannschaften und benachbarte Feuerwehren an.

Von einem Vergleichsspiel gegen die Werksfeuerwehr Henkel auf dem Hof der Feuerwache 4, berichtete ein Henkelaner u.a.:

„Wir wurden ganz schön zusammengestaucht, der Ball war auf den Pflastersteinen unberechenbar. Mit Vorliebe zielten sie auf einen Kanaldeckel, der Ball war dann unerreichbar. Rückenfreiheit war nicht vorhanden, deshalb spielten sie mit ‚Bande’, wobei zurückprallende Bälle von den Wänden aus der Luft nach vorne geschlagen werden mussten. Sie gaben uns viele Rätsel auf.“
 

Wegen fehlender finanzieller Unterstützung durch die Stadt und durch die Verletzungen der Kollegen bedingt durch das Faustballspielen auf den gepflasterten Höfen, wurde diese Entwicklung beendet.

Doch 1958 erwachte der Sport wieder aus dem Dornröschenschlaf. Durch die Herabsetzung des Pensionsalters vom 65. auf das 60. Lebensjahr, sowie die Vermehrung des Personalbestandes, kamen in kurzer Zeit viele junge Leute zur Feuerwehr, von denen nicht wenige bisher in Vereinen Fußball gespielt hatten.

Nach Eintritt in die Feuerwehr war ihnen eine Betätigung in den Vereinen nur noch beschränkt möglich, da sie dort, durch den 24 stündigen Wechseldienst, nur noch jeden 2. Spieltag zur Verfügung standen und auch nicht mehr regelmäßig am Training teilnehmen konnten.
 

Was lag also näher, als eine Feuerwehr- Fußballmannschaft aufzumachen?

Die Initiative ging diesmal von der Feuerwache Hüttenstrasse aus.
An Warnungen der älteren Kollegen fehlte es natürlich in dem schon erwähnten Sinne nicht. Trotzdem wurde tüchtig auf dem Wachhof gebolzt, und manche Fensterscheibe ging zu Bruch.

Das gab vielfach Ärger, und man fühlte sich nicht wohl in der eigenen Haut.

Doch schließlich war es soweit. Ernst Selig erschien eines Tages mit einem aus eigener Tasche erstandenen Fußball und sagte in seiner trockenen Art:

“So, hier ist ein Ball, nun lasst uns endlich ernst machen.“

Das war die Initialzündung! Hans Camphausen vermittelte den Eller 04 Platz, und dann wurde mit viel Fleiß und Schweiß trainiert.
 

In einer umlaufenden Liste zur Bildung einer Fußballmannschaft tragen sich die Sportfreunde Hans Camphausen, ‚Bubi’ Dölker, Helmut Miltkau, Hermann Kirschbaum, Gerhard Jankus, Hans Meißner, Karl Wimmer, Ernst Selig, Werner Zahn, Peter Schmitz ,Werner Heß und Gerd Hohmann ein.

Sie gelten seither als die Gründungsmitglieder der Betriebssportgemeinschaft der Berufsfeuerwehr Düsseldorf.
 

Zum ersten Fußballspiel gegen die ‚Klebstoffabteilung’ der ‚Henkel- Weißmacher’ tritt die Mannschaft mit Hermann Kirschbaum im Tor, Karl Wimmer und Josef Wesselburg in der Verteidigung, Gerhard Jankus, Klaus Detamble und Günther Voß in der Läuferreihe, sowie im Sturm mit Alfons Golißa, Willi Weber, Hans Camphausen, Ernst Selig und Karl Dölker an.

Das Spiel, im Dauerregen ausgetragen, endet 4:2 für Henkel. Torschützen für die Mannschaft der Feuerwehr waren Hans Camphausen und Willi Weber.

Die Mannschaft bestand ausschließlich aus Mitarbeitern der 2.Wachbereitschaft.
 

1959 bildete sich durch die Initiative von Hermann Biel und Manfred Surek eine 2. Fußballmannschaft aus Mitarbeitern der 1.Wachbereitschaft.

Zum Spielerstamm dieser Mannschaft gehören Hermann Biel, Manfred Surek, Alfred Gauger, Josef Hruschka, Willi Schäfer, Helmut Gebhardt, Rudi Bernhard, Bruno Hentschke, Karl Schnitzler, Günther Voß, Alfred Clebik, Karl-Heinz Blum, Kurt Ingwer und Manfred Morgalla. Herbert Schmitz, obwohl noch nicht bei der Feuerwehr, wird Gastspieler.

Sportschuhe und –kleidung muss jeder Spieler selbst bezahlen. Sportplatzmieten werden durch Umlagen bestritten.
 

1960 wird die Mannschaft der 2.Wachbereitschaft Mitglied in der Polizei-Sportvereinigung Borussia 02, und die beiden Mannschaften unterstützen sich personell gegenseitig bei ihren Spielen.
 

1961 kommt der Spielbetrieb zum Erliegen, da eine Poliowelle in Düsseldorf grassiert, der auch der Stammtorwart der 2.Wachabteilung, ‚Manni’ Müller zum Opfer fällt.

Der Spielbetrieb wird 1962 wieder aufgenommen.
 

1963, die 1.Wachbereitschaft beklagt sich über Spielermangel, da Neueingestellte, die Fußball spielen, der 2.Wachabteilung zugeteilt werden, gründet Karl-Heinz Keßels die Tischtennisabteilung.

1964 kehrt im Sportgeschehen der Berufsfeuerwehr Düsseldorf ein Wandel ein.

Horst Rother, angehender Chefnachfolger, und Heinz Moll, unserer späterer Vorsitzender, gewinnen Einfluss und fördern den Sport als Mittel für die Körperertüchtigung des Feuerwehrmannes. Es werden gemäß Bekleidungsordnung erstmals Trainingsanzüge beschafft und die erste offizielle Teilnahme an den Sportwettkämpfen der Berufsfeuerwehren des Landes ermöglicht.
 

Im Fußball werden inzwischen die Mannschaften beider Wachabteilungen gemischt, die Fußballmannschaft der 1.Wachbereitschaft stellt ihren Spielbetrieb ein.

Mit den Spielern Alfons Golißa, Herbert Ernst, Jürgen Wetekam, Herbert Wehner, Manfred Czarnecki, Hans Camphausen, Heinz Meuter, Hilmar Böttger und Karl-Heinz Keßels schließt sich die Tischtennisabteilung als erste dem Betriebssportverband Düsseldorf an.
 

Im Frühjahr 1965 wird im Einvernehmen zwischen Branddirektion, Personalrat und den Sportbeauftragten  beschlossen, eine Betriebssportgemeinschaft  für das gesamte Korps einzurichten. Heinz Böhmer, der Personalratsvorsitzende, leitet unter den bekannten Sportlern eine schriftliche Abstimmung zur Bildung eines Vorstandes ein.

Vorsitzender, nach Verzicht von Gerhard Jankus, wird Helmut Catwinkel, Sportwart wird Artur Mundt und Kassenwart Karl Wimmer.


Gerhard Jankus arbeitet im Einvernehmen mit dem Vorstand eine Satzung aus und gibt einen Gründungsaufruf heraus. Bis zum 1. November erklären 82 Sportfreunde ihren Beitritt.

Die Tischtennismannschaft steigt in die höchste Spielklasse der BSG auf, und die Tischtennisabteilung meldet eine 2.Mannschaft zu den Punktspielen an.
 

Im Dezember 1965  gründet sich die Faustballabteilung durch Initiative Gerhard Jankus an Feuerwache 1.

Die neu gegründete Abteilung kann, ebenso wie die Tischtennismannschaft, allerdings beim Landessportreffen in Essen keine Erfolge vorzeigen. 

Dafür erscheinen die ersten Vereinsnachrichten, die noch bescheiden als ‚Nachrichten der Faustball- und Tischtennisabteilung’ deklariert werden. Gerhard Jankus und Karl-Heinz Keßels sind die Urheber. Später erhielt sie den Namen ‚Trimmkurier’, der sich bis heute behaupten konnte.
 

Am 26.Oktober 1966 findet die erste ordentliche Jahreshauptversammlung statt, die folgendes Ergebnis bringen:

Vorsitzender : Heinz Moll

2. Vorsitzender und Schriftführer: Karlotto Kappner

1. Kassierer: Karl Wimmer

2. Kassierer: Herbert Ernst

Pressewart: Gerhard Jankus

Oberbranddirektor Dipl-Ing. Horst Rother wird wegen seiner Verdienste um den Aufbau und die Förderung der Betriebssportgemeinschaft zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Der Verein zählt nun 151 Mitglieder.
 

Am 27.Juni 1967 richtet die Feuerwehr Düsseldorf erstmals das Sporttreffen der Berufsfeuerwehren von NRW aus. Mit 600 Wettkämpfern gibt es eine Rekordbeteiligung.

Unsere Wettkämpfer gingen erstmals optimal vorbereitet an den Start und sorgten für Unruhe in den Reihen der schon Etablierten. Es gibt gute Platzierungen.

Viele weitere Turniere folgten.
 

1967 wird auch die Leichtathletikabteilung ins Leben gerufen.

Nach dem Anschluss der Faustballabteilung an den Turngau Düsseldorf, erfolgt eine Reihe neuer Aktivitäten. 1968 wurde eine Fahrt nach Norddeutschland unternommen, die die Spieler nach Hamburg, Lübeck und Malente- Gremsmühlen führte.

16 Spieler nahmen an der Reise teil. Faustballspiele gegen Hamburg und Lübeck wurden durchgeführt, sowie ein Fußballspiel gegen Malente.

Überhaupt nimmt der Spielverkehr der Faustballer eminent zu.

Die 2. Mannschaft schafft den Aufstieg in die 1. Gauklasse. Beim Treffen der Berufsfeuerwehren in Bonn gelingt die bis dahin beste Platzierung: 3.Platz in der AK 2.
 

Die Schwimmer schaffen beim gleichen Sporttreffen den ersten Platz in der 3 x 50m Staffel.

Zum 10-jährigen Bestehen im September 1968 wartet die Sportgemeinschaft mit einer Reihe von Veranstaltungen auf.

1969 beschloss die Jahreshauptversammlung dem Verein den Namen ‚Feuerwehr Sportvereinigung von 1958‚ zu geben.

Gleichzeitig wurde die Mitgliedschaft auch für Angehörige der anerkannten Werkfeuerwehren und der Freiwilligen Feuerwehren im Stadtkreis Düsseldorf möglich.

Das Vereinsabzeichen der FSV wird im Jahre 1970 von unserem fördernden Mitglied Walter Dornbusch entworfen.
 

Die Leichtathletik- und Schwimmabteilungen wählen erstmals mit Karl-Heinz Blum und Hans-Joachim Pfeiffer einen ordentlichen Vorstand.

Spektakuläre Erfolge gelangen beim Sporttreffen der Berufsfeuerwehren 1970 in Essen. 5 von 19 möglichen ersten Plätzen fallen an Düsseldorf. Der Wanderpreis des Innenministers für die beste Mannschaftsleistung im Rettungsmehrkampf und im Hindernislauf wird erfolgreich verteidigt.
 

Am 24.09.1971 fanden die ersten deutschen Feuerwehr- Faustballmeisterschaften, es waren die ersten überhaupt im Feuerwehrsport, in Düsseldorf statt. Aus 10 Bundesländern nahmen 38 Mannschaften mit 250 Spielern teil.

Leider wurde eine unserer Mannschaften in aussichtsreicher Position disqualifiziert, da ein Kollege der Werkfeuerwehr Henkel als Spieler eingesetzt wurde.
 

Herbert Oehmen stellt erfolgreich eine Judoabteilung auf die Beine, die im Turnsaal  der Feuerwache 4 ihre Trainingsstunden abhält.

Auch die anderen Sportarten nehmen mit Erfolg an diversen Turnieren teil.
 

1971 droht allerdings auch das Vereinsschiff zu stranden.

Bereits lange vor der Jahreshauptversammlung steht fest, dass unser Vorsitzender Heinz Moll beruflich nach Münster als Branddirektor an die Landesfeuerwehrschule wechselt. Er steht also nicht mehr zur Verfügung. Dann erreicht uns die Hiobsbotschaft, dass Karl Wimmer schwer erkrankt ist, und für die Geschäftsstelle ausfällt. Auf der Jahreshauptversammlung wird Karlotto Kappner zum Vorsitzenden gewählt und Horst Kleinbongartz zum Schriftführer. Helmut Catwinkel erklärt sich bereit, kommissarisch bis zu seiner Pensionierung  im Herbst die Geschäftsführung zu übernehmen.

Doch es kommt noch schlimmer. Zum Jahresende verändert sich der stellvertretende Vorsitzende Heinz Behrens zur Berufsfeuerwehr Lübeck, er wird dort Chef. Jörg Simon, unser Pressewart, sieht sich wegen Arbeitsüberlastung außerstande, die Vereinsnachrichten herauszubringen.

Die Vereinsarbeit kocht auf Sparflamme, doch das Leben in den Abteilungen geht weiter.
 

Bereits 1972 ist der Vorstand wieder voll besetzt und kann seiner Arbeit nachgehen.

Der Monatsbeitrag wird von 1 DM auf 2 DM erhöht, die Judoabteilung geniest großen Zulauf und die Sportschützen eröffnen eine eigene Abteilung.
Auch in den nachfolgenden Jahren nahmen die Sportler der Feuerwehr Sportvereinigung an vielen Wettkämpfen teil. So wurden auch neue Sportarten, wie das Kegeln unter dem Dach der Sportvereinigung aufgenommen.
 

1983 feierte die Feuerwehr-Sportvereinigung Düsseldorf 25-jähriges Bestehen. Der damalige Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, Josef Kürten, veröffentlichte folgendes in der Festschrift:

„Der Bürger erwartet von der Feuerwehr jederzeit eine optimale Hilfe und den größt möglichen Schutz bei allen Gefahren des täglichen Lebens im Feuerschutz, in der technischen Hilfeleistung und im Rettungsdienst. Eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Gefahrenabwehr ist die sportliche Betätigung und damit die körperliche Fitness der Feuerwehrmänner. Ich begrüße daher, dass sich die Feuerwehrmänner der Landeshauptstadt Düsseldorf in einer Sportgemeinschaft zusammengeschlossen haben, um durch eine angemessene sportliche Betätigung die Leistungskraft  für die oft schwierigen Situationen im Einsatz zu verbessern bzw. möglichst lange zu bewahren.“

Dem ist nichts hinzuzufügen.


Die einzelnen Abteilungen konnten in der Folgezeit noch viele Siege bei Meisterschaften einfahren. Herausragend war hierbei die Faustballabteilung, der es gelang, sich zu jeder Deutschen  Feuerwehr- Meisterschaft zu qualifizieren.

Aber auch den Tischtennisspielern, den Schwimmern und den Leichtathleten gelang es immer wieder, sich für die „Deutschen“ zu qualifizieren und auch große sportliche Erfolge einzufahren.


1988 wurde im Rahmen der Feierlichkeiten zum 700-jährigen Bestehen der Landeshauptstadt Düsseldorf auch das Jubiläum zum 30. Geburtstag der FSV gefeiert.

Turniere im Eishockey, Fußball, Faustball und Tischtennis sowie ein Vergleichskampf der Sportschützen mit der Polizei bildeten den sportlichen Rahmen der Veranstaltung.

Die Siegerehrung und die Jubiläumsfeier fanden abends im Radschlägersaal der Stadthalle statt. Diese Veranstaltung ist bis heute ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte.
 

1989 richtete die Feuerwehr Düsseldorf die Deutsche Feuerwehr -Faustballmeisterschaft nach 1971 zum zweiten Male aus. Hier konnten die Mannschaften in den Altersklassen III und IV jeweils den Deutschen  Meistertitel erringen.
 

Um den Mitgliedern etwas Besonderes zu bieten, fand die Jubiläumsveranstaltung zum 35-jährigen Bestehens der FSV 1993 auf einem Fahrgastschiff, der „Stadt Düsseldorf“, auf dem Rhein statt. Die Veranstaltung litt aber an den örtlichen Gegebenheiten, da auf den beiden Decks des Schiffes zwei Veranstaltungen stattfanden.
 

Mit dem Beginn der 90er Jahre wurde es aber immer schwieriger, die Mitglieder zu sportlicher Betätigung und zur Mitarbeit im Verein zu motivieren. Der zum Teil von Düsseldorf  weit entfernte Wohnsitz vieler Feuerwehrangehöriger ließ eine gemeinsame sportliche Betätigung nach Dienstende nicht mehr zu. Dazu kam ein mangelndes Interesse an den üblichen Feuerwehrsportarten wie das Faustballspiel.

Die Folge davon war, dass die sportlichen Aktivitäten in vielen Abteilungen immer mehr abnahmen. Zunächst musste die Kegelabteilung aufgelöst werden, da keine Spieler in ausreichender Zahl zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebs gefunden werden konnten.
 

Mit der Einführung des neuen computergestützten Dienstes bekam die FSV auch zwei neue Mitglieder: Isolde und Pedro. Damit wurde auch der Spielbetrieb der Faustballabteilung innerhalb des Rheinischen Turnerbundes eingestellt.

1998 wurde zwar noch einmal in einer Altersklasse der Versuch unternommen, einen regelmäßigen Spielbetrieb aufzunehmen, doch war dies mit großen Schwierigkeiten verbunden.

Auch die Fußballabteilung wurde vom Spielermangel heimgesucht. Sie versuchte das zu kompensieren, indem sie sich mit den Düsseldorfer Hilfsdiensten zusammen tat.
 

Nachdem 1995 vom Finanzamt die Gemeinnützigkeit aberkannt wurde, da  der Verein nur für Düsseldorfer Feuerwehrleute offen war und so nicht jeder Mitglied werden konnte, musste der Verein sich umstellen.

Eine Änderung der Satzung und eine Öffnung in alle Richtungen brachte uns wieder die Gemeinnützigkeit und auch einige zusätzliche Mitglieder, denn die Hilfsdienste, die mit unserer Fußballabteilung bisher nur kooperierten, traten bei uns ein. Außerdem konnte die Eishockeyabteilung so neue Mitglieder gewinnen.
 

Seit 1997 gibt es bei der FSV eine Motorradabteilung, die anfänglich sehr aktiv war.

Ein Motorradstammtisch wurde eingerichtet und Motorradtouren organisiert. Nach dem Touren traf man sich zum geselligen Grillen, oder es wurde einfach mal ein Bikerfrühstück angesetzt.

Aber leider sind auch diese Aktivitäten mit fortschreitender Zeit eingeschlafen. Es fand sich kein Freiwilliger, der bereit war die Organisation zu übernehmen.
 

Im Jahre 2001 wurde erstmals mit einem Team, das vorwiegend aus Mitgliedern der FSV bestand, an einer Drachenbootregatta im Medienhafen teilgenommen. Hierfür konnten trotz der mühevollen und häufigen Trainingsvorbereitungen ausreichend Teilnehmer gefunden werden, sodass in der Folgezeit regelmäßig an dieser Regatta teilgenommen werden konnte.

Sogar ein 3. Platz wurde erreicht.

Das Drachenbootteam stellt zwar keine eigene Abteilung der FSV dar, ist aber aufgrund der Besatzung, die sich vorwiegend aus Mitgliedern der Leichtathletikabteilung zusammensetzt, dieser im Verein angeschlossen.
 

Dafür gründete sich im Jahre 2002 die Sportkletterabteilung in der FSV. Diese Abteilung entstand parallel mit dem Aufbau einer Höhenrettergruppe bei der Feuerwehr Düsseldorf.

Mit viel Spaß und Fleiß zieht es die Mitglieder in die umliegenden Kletterhallen, aber auch in den Dolomiten in Italien und in den USA sind sie schon herumgekraxelt.

Als besonders beliebte Sportart stellte sich ab der Jahrtausendwende der Laufsport heraus. Immer mehr Kollegen wagten sich an die langen Disziplinen wie den Halbmarathon oder auch den Marathon. So nahmen im Jahre 2003 17 Teilnehmer der FSV an dem Düsseldorfer Rheinmarathon teil zuzüglich einem Kollegen, der die Strecke auf Inlinern bewältigte.

Ganz harte Kollegen nahmen sogar die 100 km Distanz mit Erfolg in Angriff.
 

Im Jahre 2003 feierte die FSV dann auch ihren 45. Geburtstag.

Nach zögerlichem Anlauf im Kartenvorverkauf gestaltete sich der Abend letztendlich als eine gelungene Veranstaltung, bei der die Mitglieder, in Rahmen einer spanischen Nacht bei Flamenco Musik und spanischem Buffet, voll auf ihre Kosten kamen.


Ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte der FSV war die Ausrichtung der Deutschen Feuerwehr- Tischtennismeisterschaften im Jahre 2005.

24  Mannschaften  aus 19 Städten spielten um die Meisterschaft, die letztendlich das Team der Feuerwehr  Mülheim / Witten für sich entscheiden konnte.
Bewegung in die FSV kam in diesem Jahr auch durch andere Abteilungen.
Hier zeichnete sich inzwischen deutlich ab, das die seit längerer Zeit totgeglaubte Motorradabteilung tatsächlich nicht mehr wiederzubeleben war. Eine Mitgliederbefragung brachte das endgültige Aus, so dass im Jahre 2006 die Auflösung auch offiziell vollzogen wurde.
Dafür entstand die Idee zur Gründung einer neuen Abteilung.
Initiiert durch das Engagement der Kollegen Frank Neukirchen, Wolfram Polheim und Guido Volkmar wurde ein Aufruf gestartet, bei dem sich Interessierte am Segelsport zusammensetzen sollten, um die Gründung einer neuen Abteilung auf die Beine zu stellen.
So trafen sich in einer Gründerversammlung 25 segelbegeisterte Kollegen, um ein Konzept zu erarbeiten, wie sich die Segelabteilung gliedern und welche Aufgaben dort zu leisten und auch zu schaffen wären.
Diesem professionell ausgearbeiteten Konzept konnte sich auch der Vorstand nicht entziehen, und so wurde am 25.11.2005 die Aufnahme der Segelabteilung in die FSV einstimmig beschlossen.
Unheil zeichnete sich in diesem Jahr stattdessen für die Sportschützen ab.
Die als modern und zukunftsorientiert geltende Schießanlage im Bunker in Kaiserswerth, bekam bei einer Regelüberprüfung durch die zuständige Behörde gravierende Mängel in Punkto Brandschutz und Sicherheit bescheinigt und wurde zunächst vorübergehend stillgelegt.
Kostenvoranschläge, Preisvergleiche, Abwägungen der Arbeiten die selbst, oder durch Fachfirmen ausgeführt werden sollten brachten schließlich ein Überblick über die entstehenden Sanierungskosten, die sich in einem Bereich zwischen 40000 € und 70000 € beliefen, und die Erkenntnis, dass der Bunker nicht zu halten sei.
Seit dem 05.07.2006 treffen sich nun die Sportschützen auf der Schießanlage der St. Sebastianer Schützenbruderschaft in Hilden.
 

Heute haben sich bei der FSV Düsseldorf Gruppen mit den Sportarten Eishockey, Faustball, Fußball, Leichtathletik, Sportklettern, Sportschiessen, Schwimmen, Tischtennis und Segeln zusammengefunden.

Der Vorstand steht neuen Aktivitäten in anderen Sportarten jederzeit offen gegenüber.

Engagiert euch!!!

 

Gerd Jankus; Heidi Chrzan; Jürgen Leineweber; Frank Jacob